Skip to main content

Google führt KI-Kennzeichnungen für Anzeigen in Search und auf YouTube ein

Marcus Olsson 3 min read
  • Google
  • Regulation

Google führt Kennzeichnungen ein, die Nutzern anzeigen, wenn eine Anzeige mit KI erstellt wurde, und diese Labels erreichen Anzeigen in Search, YouTube und Discover. Die Information befindet sich in einem neuen Bereich „So wurde diese Anzeige erstellt” innerhalb von My Ad Center, und in Märkten, deren Vorschriften dies verlangen, kann ein Label direkt auf der Anzeige selbst erscheinen. Für Unternehmen, die Anzeigen-Creatives mit KI-Tools in großem Umfang produzieren, wird die KI-Kennzeichnung damit von einer Compliance-Frage zu einem festen Bestandteil des operativen Alltags.

Was ist passiert

Google gab am 9. Juli 2026 bekannt, dass künftig angezeigt wird, ob eine Anzeige mit KI erstellt oder bearbeitet wurde. Nutzer gelangen über das Drei-Punkte-Menü oder das Info-Symbol einer Anzeige zu den Details, die den Bereich „So wurde diese Anzeige erstellt” in My Ad Center öffnen. Wenn Werbetreibende Googles eigene generative KI-Tools für Anzeigen nutzen, fügt Google die Kennzeichnung diesem Bereich automatisch hinzu. Bei Creatives, die mit anderen KI-Tools erstellt wurden, stellt Google Werbetreibenden eine Einstellung zur Verfügung, mit der sie die KI-Nutzung selbst angeben können.

Die Kennzeichnung bleibt nicht immer in einem Bereich verborgen. Je nach lokalen Vorschriften kann laut Google ein Label auch direkt auf der Anzeige erscheinen, entweder automatisch oder nachdem der Werbetreibende die Einstellung angewendet hat.

„Wir fügen dem My Ad Center-Bereich einen Abschnitt ‚So wurde diese Anzeige erstellt’ hinzu, der weltweit über das Drei-Punkte-Menü oder das Info-Symbol bei Anzeigen in Search, YouTube und Discover zugänglich ist.”

Google Ads blog

Warum das wichtig ist

KI-Kennzeichnung entwickelt sich von einer freiwilligen Geste zu etwas, das Plattformen und Regulierungsbehörden künftig standardmäßig erwarten, und Googles Einführung baut auf der Transparenzarbeit auf, die das Unternehmen 2023 mit Kennzeichnungspflichten für synthetische Inhalte bei Wahlwerbung begonnen hat. Der entscheidende Begriff für Unternehmen, die über Grenzen hinweg tätig sind, lautet „lokale Vorschriften”: In manchen Märkten ist das Label optional, in anderen erscheint es auf der Anzeige, unabhängig davon, ob der Werbetreibende dem zustimmt oder nicht. Die KI-Verordnung (AI Act) der EU sieht Transparenzpflichten für bestimmte Kategorien von KI-generierten Inhalten vor, nicht für jede KI-unterstützte Anzeige. Europäische Unternehmen sollten deshalb prüfen, ob ihre Kampagnen unter diese Vorschriften fallen, statt automatisch von einer Ausnahme auszugehen.

Auch das Reputationsrisiko ist real. Eine Kennzeichnung, die uneinheitlich auftaucht, in einem Markt vorhanden und im benachbarten für dieselbe Kampagne fehlend, wirkt eher wie Nachlässigkeit als wie Compliance.

Was das für Unternehmen mit mehreren Standorten bedeutet

Für ein zentrales Marketingteam, das Paid-Kampagnen in Dutzenden von Märkten steuert, besteht die Aufgabe darin, eine einheitliche Haltung zur KI-Kennzeichnung festzulegen und diese überall anzuwenden, statt sie einzelnen lokalen Teams zu überlassen. Legen Sie jetzt fest, welche Kampagnen auf generative KI-Creatives setzen, gehen Sie davon aus, dass die Kennzeichnung überall dort erscheint, wo lokale Vorschriften dies verlangen, und stellen Sie sicher, dass Markenstimme und Aussagen in KI-unterstützten Anzeigen dieser Prüfung standhalten. Ein KI-Label neben der Anzeige eines Standorts hilft nur, wenn die dahinterstehenden lokalen Anzeigenkampagnen an jedem Standort korrekt und markenkonform sind.

Die umfassendere Lehre daraus: Vertrauenssignale reisen heute ebenso mit Ihren Einträgen wie mit Ihren Anzeigen. Dieselbe Disziplin, die einen einheitlichen lokalen Unternehmenseintrag über ein ganzes Standortnetz hinweg korrekt hält, sorgt auch dafür, dass KI-gekennzeichnete Werbung glaubwürdig bleibt. Für Teams, die die Präsenz über mehrere europäische Märkte hinweg verwalten, muss diese Steuerung Markt für Markt greifen, nicht Kampagne für Kampagne.

Fazit

Google etabliert die Vorstellung, dass eine Anzeige verrät, wenn KI bei ihrer Erstellung mitgewirkt hat, als neue Normalität. Für große Unternehmen ist die klügere Reaktion nicht, zu warten, bis die Vorschriften jedes einzelnen Marktes das Label erzwingen, sondern die KI-Kennzeichnung als festen Bestandteil der Kampagnensteuerung zu behandeln, damit das, was neben der Anzeige jedes Standorts erscheint, bewusst gewählt und einheitlich ist.

Quelle: Google Ads blog

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Erhalten Sie lokale SEO-Tipps, Produktupdates und Marketing-Einblicke für Marken mit mehreren Standorten direkt in Ihren Posteingang.

Bereit, Ihre lokale Sichtbarkeit zu steigern?

Erfahren Sie, wie PinMeTo Marken mit mehreren Standorten hilft, Einträge, Rezensionen und lokale SEO im großen Maßstab zu verwalten.

Demo buchen