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Google Local Services Ads wechseln ab 2026 zu Google Ads

Marcus Olsson 4 min read
  • Google
  • Local SEO

Google löst Local Services Ads (LSAs) von der eigenständigen Plattform und überführt sie in Google Ads, wo sie als spezieller Performance-Max-Kampagnentyp für Pay-per-Lead-Ziele weiterlaufen. Die Umstellung begann im August 2026 für ausgewählte Anbieter von Haushalts- und Ladengeschäftsdienstleistungen in den USA und soll 2027 auch Konten außerhalb der USA erreichen. Für Marken, die lokale Anzeigenkampagnen an vielen Standorten betreiben, ändert sich damit, wie Kampagnen verwaltet und gemessen werden, und laut Googles Ankündigungen auch, wie manche Telefonanrufe abgerechnet werden.

Was ist passiert

Laut Google Ads Help stellt Google das eigenständige Local-Services-Ads-Dashboard ein und überführt bestehende LSA-Kampagnen als Performance-Max-Kampagnentyp mit Pay-per-Lead-Optimierung in Google Ads. Die erste Phase begann im August 2026 für ausgewählte Anbieter von Haushalts- und Ladengeschäftsdienstleistungen in den USA, darunter Kategorien wie Sanitär, Heizung und Klimatechnik, Elektroinstallation, Gerätereparatur, Hausreinigung, Gartenpflege, Dacharbeiten, Schädlingsbekämpfung und Umzüge. Eine spätere Phase, die Google für Ende 2026 erwartet, soll weitere Werbetreibende einbeziehen, darunter Dienstleister ohne festen Geschäftssitz, die nur in einem Servicegebiet tätig sind, sowie Konten mit individuellen Gebots- oder Buchungseinstellungen. Konten außerhalb der USA und die übrigen Geschäftskategorien sollen 2027 folgen.

Zwei Dinge bleiben laut Google unverändert: Die Anzeigen erscheinen weiterhin an denselben Positionen in der Google-Suche und bei Google Maps, und das Pay-per-Lead-Modell besteht fort, sodass Werbetreibende nur für valide Leads wie Anrufe und Nachrichten zahlen, nicht für Klicks. Verändert werden hingegen die Konsole und die Berichterstattung: Nach der Migration eines Kontos leitet das alte Local-Services-Ads-Dashboard direkt zu Google Ads weiter. Google hat Werbetreibende darauf hingewiesen, dass historische LSA-Leistungsberichte nicht übernommen werden, wer sie benötigt, sollte sie also vor dem eigenen Migrationstermin herunterladen oder als Screenshot sichern.

Zusätzlich zur Migration kündigte Google zwei weitere Änderungen an, die Leads betreffen. Die Direktbuchung für LSAs soll von rund 20 Buchungspartnern über Reserve with Google auf mehr als 500 ausgeweitet werden, und die Buchungsfunktion wird automatisch für Werbetreibende aktiviert, deren Google Business Profile bereits einen aktiven Partner-Buchungslink enthält, ganz ohne manuelle Verknüpfung. Getrennt davon kündigte Google an, ab dem 1. Oktober 2026 zu ändern, welche Anrufe als kostenpflichtige Leads zählen: Bestimmte verpasste Anrufe innerhalb der Geschäftszeiten, sofern der Anrufer eine kurze Schwelle von rund 20 Sekunden überschreitet, sowie qualifizierte Rückrufe werden künftig abgerechnet. Bei Telefonsystemen, die Anrufer über Tastenwahl weiterleiten, beginnt der 20-Sekunden-Zähler laut Google erst, sobald der Anrufer eine Taste drückt, und es entstehen keine Kosten, wenn der Anrufer keine Taste betätigt.

Warum das wichtig ist

Local Services Ads stehen bei dienstleistungsbezogenen Suchanfragen ganz oben in der Google-Suche und bei Google Maps, noch vor den regulären Anzeigen und organischen Ergebnissen. Ihre Regeln bestimmen also maßgeblich, wie Dienstleistungsmarken gefunden werden und was diese Sichtbarkeit kostet. Die Zusammenführung mit Google Ads bedeutet, dass Kampagnendaten künftig am selben Ort liegen wie der Rest der Google-Werbung einer Marke, was die bisher genutzte Berichtsoberfläche verändert. Da historische LSA-Berichte nicht übernommen werden, reißt zudem die Kontinuität im Jahresvergleich ab, sofern die Daten nicht vorab exportiert werden.

Die Änderungen bei den Leads verschieben Kostenhebel dorthin, wo ein zentrales Team tatsächlich Einfluss nehmen kann. Werden verpasste Anrufe und Rückrufe kostenpflichtig, werden Erreichbarkeitsraten und Anrufweiterleitung vom internen Verwaltungsdetail zu einem direkten Budgetposten. Und da die Direktbuchung automatisch über den Buchungslink im jeweiligen Google Business Profile aktiviert wird, ist dieser Link nicht mehr nur eine Annehmlichkeit, sondern ein bezahlter Conversion-Pfad, wodurch es umso wichtiger wird, ihn überall korrekt zu halten.

Was das für Marken mit mehreren Standorten bedeutet

Für ein zentrales Marketing- oder Digital-Team, das für Hunderte oder Tausende Dienstleistungsstandorte verantwortlich ist, ist dies eine Frage der Organisation und nicht eine je Standort. Die Migration erfolgt kontenweise, jedes Konto zu seinem eigenen Termin. Die erste Aufgabe besteht deshalb darin, für Datenkontinuität zu sorgen: Local-Services-Ads-Berichte sollten über den gesamten Bestand hinweg exportiert oder als Screenshot gesichert werden, bevor das jeweilige Konto migriert wird, denn die Performance-Max-Berichterstattung ist anders strukturiert und die alten Berichte werden nicht übernommen.

Die Steuerung der Buchungslinks ist der zweite Punkt. Die Direktbuchung läuft nun über den Partner-Buchungslink, der im Google Business Profile jedes Standorts hinterlegt ist. Ein veralteter oder fehlender Link ist damit nicht mehr nur eine schlechte Kundenerfahrung, sondern ein unterbrochener Conversion-Pfad für die Anzeige. Buchungslinks, Öffnungszeiten, Kategorien und Kontaktdaten für jeden Standort korrekt zu halten, ist eine Aufgabe für den gesamten Bestand, die in einen zentralen Workflow zur Verwaltung lokaler Unternehmenseinträge gehört und nicht in einzelne Profil-Logins. Genau dafür sind ein zentraler Ansatz zur Verwaltung von Google Business Profile und die Google Business Profile API gemacht, um das Ganze im großen Maßstab zu steuern.

Die Anrufabwicklung ist der dritte Hebel. Sobald Google verpasste und qualifizierte Rückrufe abrechnet, zahlen Marken mit uneinheitlichen Telefonsystemen über die Märkte hinweg unterschiedlich stark dafür. Wird die Anrufweiterleitung und das interaktive Sprachmenü so vereinheitlicht, dass die gemeldete Ausnahme bei Tastenwahl an jedem Standort gleich greift, und werden Standorte an einem einheitlichen Erreichbarkeitsstandard gemessen, wird daraus eine messbare Kostenkontrolle. Da LSAs nun Teil von Google Ads sind, lässt sich schließlich auch die Abstimmung mit dem Rest der bezahlten und organischen lokalen Präsenz einer Marke über einen einheitlichen Ansatz für lokale Anzeigenkampagnen leichter steuern als über eine parallele, isolierte Plattform.

Fazit

Der Wechsel zu Google Ads ist zunächst eine Veränderung bei Verwaltung und Messung und erst in zweiter Linie eine Abrechnungsänderung. Beide belohnen jedoch Marken, die ihre lokale Präsenz als gesteuertes System behandeln statt als Sammlung einzelner Profile. US-amerikanische Haushalts- und Ladengeschäftsdienstleister sind zuerst an der Reihe, europäische und andere Konten außerhalb der USA sollen 2027 folgen. Marken mit mehreren Standorten außerhalb der USA haben damit noch Zeit, Buchungslinks, Anrufweiterleitung und Berichtsexporte zu standardisieren, bevor das eigene Migrationsfenster beginnt.

Quelle: Google Ads Help

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