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Google aktiviert lokale Inventaranzeigen standardmäßig

Astghik Nikoghosyan 3 min read
  • Einzelhandel
  • Google
  • Local SEO

Google aktiviert lokale Inventaranzeigen standardmäßig in Standard Shopping-Kampagnen und plant zudem, Shopping-Anzeigen und kostenlose lokale Einträge in einer einzigen Richtlinie zusammenzuführen. Händler, die keine lokalen Inventaranzeigen schalten möchten, haben bis zum 31. August 2026 Zeit, die Einstellung zu ändern. Die Zusammenführung der Richtlinien ist für September 2026 geplant.

Was ist passiert

Google hat Werbetreibende darüber informiert, dass lokale Inventaranzeigen künftig standardmäßig in Standard Shopping-Kampagnen aktiviert werden, sofern diese mit einem Merchant-Center-Konto verknüpft sind, das das Local-Inventory-Ads-Add-on nutzt. Die separate Einstellung „Local products” (lokale Produkte) entfällt. Die Kontrolle verlagert sich auf den Inventarfilter der Kampagne, in dem das Attribut „Channel” (Kanal) Produkte nach Online- oder lokaler Verfügbarkeit segmentiert. Werbetreibende, deren Kampagne ausschließlich online bleiben soll, müssen diesen Filter bis zum 31. August 2026 anpassen.

Google kündigte zudem an, im September 2026 seine Richtlinien für Shopping-Anzeigen und für kostenlose lokale Einträge in einer einzigen Shopping-Richtlinie zusammenzuführen. Das gemeinsame Dokument wird weiterhin kennzeichnen, welche Regeln nur für Anzeigen und welche nur für kostenlose Einträge gelten, Händler müssen aber künftig nur noch eine Richtlinie im Blick behalten statt zwei.

Barry Schwartz von Search Engine Roundtable, der die Benachrichtigung an Werbetreibende am 16. Juli meldete, schrieb, dass Google die doppelte Einstellung entfernt und lokale Inventaranzeigen für berechtigte Shopping-Kampagnen standardmäßig aktiviert, wobei der Inventarfilter (Channel auf lokal oder online gesetzt) als verbleibende Kontrolle bestehen bleibt.

Warum das wichtig ist

Lokale Inventaranzeigen und kostenlose lokale Einträge sind der Weg, auf dem der Lagerbestand eines Händlers vor Ort in der Suche in der Nähe sichtbar wird. Werden sie zum Standard, zeigen künftig mehr Kampagnen die physische Verfügbarkeit an, ohne dass jemand aktiv zugestimmt hat, und der Wegfall der separaten Einstellung verändert, wie Teams entscheiden, wo Produkte erscheinen. Für Werbetreibende, die nie beabsichtigten, lokal zu werben, lohnt es sich, diese Änderung vor der Frist zu prüfen. Für jene, die es doch wollen, sinkt die Hürde, lokalen Bestand über alle Filialen hinweg zu zeigen.

Was das für den Einzelhandel bedeutet

Für eine landesweite Handelskette ist ein Standard, der sich in jeder verknüpften Shopping-Kampagne umstellt, ein Governance-Thema und kein einzelner Schalter. Zentrale Teams sollten vor dem 31. August prüfen, welche Kampagnen betroffen sind, für jeden Markt bewusst entscheiden, ob lokal oder online geworben wird, und sicherstellen, dass die zugrunde liegenden Standort- und Produktdaten korrekt sind. Lokale Inventaranzeigen funktionieren nämlich nur, wenn Öffnungszeiten, Adressen und Lagerbestandsdaten an jedem Standort stimmen. Korrekte Local Business Listing-Einträge und eine gepflegte Filialsuche sorgen dafür, dass lokale Verfügbarkeit in großem Maßstab korrekt angezeigt wird, und schon ein einziger falscher Datenfeed kann die Produkte einer ganzen Region unterdrücken. Die Zusammenführung der Richtlinien ist eine kleinere, aber reale Aufgabe: Teams, die Shopping-Regeln über mehrere Märkte hinweg prüfen, haben künftig ein Dokument statt zwei im Blick. Wer überlegt, wie sich Marketing für Handelsketten mit mehreren Standorten im großen Maßstab umsetzen lässt, findet einen Ausgangspunkt in unserem Leitfaden zur besten Multi-Location-Marketingsoftware für den Einzelhandel.

Fazit

Die Änderung wirkt administrativ, ist im Kern aber strategisch: Google bewegt jeden berechtigten Händler in Richtung eines Standards, der lokalen Bestand automatisch zeigt. Händler, die sich vor dem 31. August bewusst entscheiden und ihre Standort- und Bestandsdaten sauber halten, behalten die Kontrolle darüber, wie sie erscheinen. Wer den Standard einfach laufen lässt, erfährt es erst im Nachhinein.

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