Google erweitert Hinweise zum Erkennen gefälschter Business-Profile-Nachrichten
- Data Security
Google hat seine Hinweise für Unternehmen zum Erkennen betrügerischer Anrufe und Textnachrichten rund um ihre Business Profiles aktualisiert und neue Merkmale ergänzt, mit denen sich eine echte Google-Nachricht von einem Betrugsversuch unterscheiden lässt. Das Update, das die Branche am 3. August 2026 aufmerksam registrierte, beschreibt, wie echter Kontakt von Google in den Ländern, in denen Google diese Kanäle nutzt, über WhatsApp und RCS erfolgen kann, und wiederholt den wichtigsten Grundsatz: Google verlangt niemals von einem Unternehmen, für sein Profil zu bezahlen oder am Telefon sensible Informationen herauszugeben. Für Marken, deren Standortverantwortliche solche Anrufe jede Woche entgegennehmen, sind die aktualisierten Erkennungsmerkmale eine kleine, aber nützliche Verteidigungslinie.
Was ist passiert
Laut Google Business Profile Help betreffen echte automatisierte Anrufe von Google operative Aufgaben: die Überprüfung der Informationen eines Eintrags auf Maps, die Bestätigung von Preisen und Verfügbarkeiten, die Aufnahme von Reservierungen oder die Vereinbarung von Terminen. Dabei nennt der Anrufer gleich zu Beginn, dass er von Google kommt und aus welchem Grund er anruft. Bei Textnachrichten verweist Google inzwischen auf die Plattformverifizierung: Legitime Nachrichten stammen von WhatsApp-Konten mit dem Namen “Google Maps” oder “Google Maps” gefolgt von einem Ländernamen, die den blauen Verifizierungshaken tragen, oder von RCS-Konten, die als “Google” registriert sind.
Die Warnungen sind deutlicher geworden. In Googles Hinweisen heißt es, die eigenen Mitarbeiter würden “Sie niemals am Telefon nach Zahlungsinformationen fragen oder Ihnen einen besonderen Platz in unseren Produkten garantieren”, und “Google wird Sie niemals nach privaten oder sensiblen Informationen fragen”. Bei einem verdächtigen Anruf lautet der Rat, aufzulegen, ohne eine Taste zu drücken. Bei einer verdächtigen Textnachricht sollte man keine Links anklicken und die Angaben unabhängig anhand vertrauenswürdiger Kontaktdaten überprüfen, statt sich auf etwas aus der Nachricht zu verlassen.
Warum das wichtig ist
“Google wird Sie niemals nach privaten oder sensiblen Informationen fragen.”
Google Business Profile Help
Betrügerische Anrufe und Textnachrichten, die sich als “Google-Support” ausgeben, sind ein altes Problem, das nicht verschwunden ist. Der Vorwand lautet dabei stets irgendeine Variante von: Zahlen Sie uns, damit wir Ihren Eintrag reparieren oder schützen. Die aktualisierten Hinweise sind bemerkenswert, weil sich das Erkennungsmerkmal verschoben hat: Dort, wo Google WhatsApp und RCS für echten Kontakt nutzt, werden der Verifizierungshaken und der genaue Kontoname zum entscheidenden Prüfpunkt, und wer nicht weiß, worauf er achten soll, lässt sich leichter täuschen.
Was das für Marken mit mehreren Standorten bedeutet
Für einen Einzelunternehmer ist das eine Frage der persönlichen Wachsamkeit. Für eine Marke mit Hunderten oder Tausenden von Standorten ist es eine Frage der Governance, denn jeder Standortverantwortliche, der Zugriff auf ein Profil hat, gehört zur Angriffsfläche. Ein Betrüger braucht nur einen Filialleiter, der einem angeblichen “Google”-Anrufer glaubt und Zugang oder einen Verifizierungscode herausgibt. Das Risiko wächst mit der Größe des Portfolios, und die Abwehr muss entsprechend mitwachsen.
Die praktischen Kontrollmechanismen sind struktureller Natur, kein Heldentum. Verwalten Sie den Profilzugriff zentral und mit klaren Berechtigungen, statt ihn über einzelne lokale Logins zu verteilen, damit ein einzelner, per Social Engineering überredeter Standortverantwortlicher nicht die Schlüssel herausgeben kann, und steuern Sie das Portfolio über die Business Profile API und Massenwerkzeuge statt über Einzelanrufe und manuelle Änderungen. Geben Sie den Standortteams eine einfache, feste Regel vor: Google ruft niemals an, um nach Zahlungen oder Codes zu fragen, und legitime Nachrichten tragen das verifizierte WhatsApp- oder RCS-Abzeichen. Leiten Sie die eigentliche operative Arbeit, Öffnungszeiten, korrekte Informationen und die Beantwortung von Kundenanfragen, über ein geregeltes System zur Verwaltung von Einträgen, damit Mitarbeitende gar nicht erst darauf konditioniert werden, auf unerwartete Anrufe zu reagieren. Konsistente, zentral verwaltete Profile sind sowohl Sicherheits- als auch Betriebsstrategie.
Fazit
Der Betrug selbst hat sich nicht verändert, wohl aber die Merkmale, an denen er sich erkennen lässt. Marken mit mehreren Standorten sollten die neuen Verifizierungshinweise an jedes Standortteam weitergeben und, nachhaltiger noch, die Angriffsfläche verkleinern, indem sie Profilzugriff und Verwaltung zentral steuern statt Filiale für Filiale.
Quelle: Google Business Profile Help
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